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06.05.2005

Direktexpress: Konkurrenz für die Deutsche Post

Die Ulmer Firma Direktexpress macht als erster bundesweiter Anbieter von Briefdiensten der Post Konkurrenz. Wie die Frankfurter Rundschau berichtet, ist das Unternehmen derzeit mit 79 Stützpunkten in Deutschland vertreten.

Direktexpress holt mit seinen rund 1.300 Franchise-Nehmern Briefpost im gesamten Bundesgebiet bei Mittelständlern und Behörden ab. Die Franchise-Gebühr beträgt dem Bericht zufolge 1.000 Euro. Von den Stützpunkten werden die Briefsendungen zum Direktexpress-Logistikzentrum nach Neuenstein im Taunus gebracht und nach Briefregionen sortiert und gebündelt. Direkt im Anschluss bringen Nachtfahrer die Sendungen wieder zurück in ihr Postleitzahlgebiet. Dort werden sie ins Verteilnetz der Deutschen Post eingespeist.

Möglich wurde das Direktexpress-System und die Inanspruchnahme der Deutschen Post-Dienste durch eine Anweisung des Bundeskartellamts: Die Deutsche Post wurde damit verpflichtet, einen Teilleistungsvertrag zu unterzeichnen, der Direktexpress den Zugang zu Großkundenrabatten von bis zu 21 Prozent zusichert. Der Vertrag birgt allerdings auch ein großes Risiko für Direktexpress: Sollte die Klage der Deutschen Post gegen die erzwungene Öffnung des Briefmonopols beim Europäischen Gerichtshof Erfolg haben, muss Direktexpress alle Rabatte zurückzahlen.

Die Deutsche Post steht der neuen Konkorrenz skeptisch gegenüber und sieht die Gefahr, dass durch die von Direktexpress neu geschaffenen Jobs hochwertige Arbeitsplätzen beim ehemaligen Staatskonzern verloren gehen. (mz)

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