Franchise-News

22.05.2008

Warum nicht das Franchising auf die skandinavischen Länder ausweiten?

Ich habe drei Jahre lang in Stockholm gelebt, nachdem ich zuvor ebenfalls drei Jahre fast jede zweite Woche in den vier skandinavischen Ländern verbracht habe. Im Folgenden möchte ich einige Ratschläge aus meiner Erfahrung weitergeben.

 

Zweifellos sollte man die vier skandinavischen Länder nicht als einzigen Markt betrachten, trotz der gemeinsamen Identität und trotz der Tatsache, dass es bei 80% der länderspezifischen Unterschiede in Bezug auf Wirtschaftspolitik genügt, dem Kunden entgegenzukommen und sich anzupassen. 

Um jedoch zu sehen, wo eine Anpassung notwendig ist und wo nicht, wäre eine vorherige Untersuchung bzw. das Einholen der Meinung eines örtlichen Experten notwendig. Man sollte auch berücksichtigen, dass die Skandinavier sich ihrer gemeinsamen Wurzeln bewusst sind, sie aber gleichzeitig Wert darauf legen, ihre nationale Identität durch ihre Unterschiede zu definieren. Sie könnten sicher in den meisten Fällen in allen vier Ländern die gleiche Verkaufsstrategie anwenden, aber es ist sinnvoller, sich jedem Land individuell anzupassen. So kann man einen wohlhabenden Markt mit 24 Millionen Einwohnern ansprechen.

 

Die Strategie, zu der wir bei Produkten oft raten, ist, die Unterschiede zwischen Ihren Angeboten und denen der skandinavischen Wettbewerber anzusprechen sowie Respekt für die skandinavischen Besonderheiten zu zeigen, gleichzeitig aber besonderes Augenmerk auf die gemeinsamen Wurzeln Ihrer Produkte und Dienstleistungen zu richten, während Sie das meiste der 20%, die an das jeweilige Land adaptiert werden müssen, außer acht lassen.  Aber seien Sie vorsichtig, denn alles hängt von dem Produkt und dem Markt ab sowie davon, ob Sie über eine typische nationale Identität verfügen oder nicht. Es gibt immer einige Unterschiede, die zu beachten sind.

 

Norwegen scheint sich etwas weiter von dem gemeinsamen Stamm entfernt zu haben (da es nicht zur EU gehört und vom Ölvorkommen profitiert), insbesondere, da die Arbeitskraft sehr teuer geworden ist. Hüten Sie sich vor Ausnutzung! Sie wären überrascht, wenn Sie die für Händler erforderliche Gewinnspanne kennen würden.  Ein norwegischer Verkäufer kann soviel wie Ihr Marketingdirektor kosten oder soviel, wie sämtliche chinesische Arbeiter, die an dem Produkt gearbeitet haben...

 

Schweden ist nicht einheitlich. Der größte Teil Nordschwedens hat einen Einwohner pro km2, während die Bevölkerungsquote durchschnittlich 16 Einwohner pro km² beträgt (100 in Frankreich). Die drei Ballungsräume Stockholm, Göteborg und Malmö machen 35 bis 40% der Landesbevölkerung aus.

Daraus folgt, dass der Handel im größten Teil des Landes nicht für größeres Vertriebsfranchising geeignet ist, sondern Konzepte für Kleinstädte in ländlichen Gegenden benötigt (jede Kleinstadt in ländlicher Gegend verfügt über einen Supermarkt auf Genossenschaftsbasis und einen privaten Supermarkt, bzw. zwei von jeder Art), während in den großen Ballungsgebieten sehr segmentierte Konzepte eingesetzt werden können.

 

Finnland ist in dieser Hinsicht eher wie Schweden, während Dänemark eine hohe Bevölkerungsdichte hat: 5 Millionen Einwohner auf einem ziemlich kleinen Gebiet.

 

Das International Franchise Consultants Network (IFCN) verfügt über drei Berater, die Sie in diesen Ländern unterstützen können. Insgesamt entsprechen die skandinavischen Länder einem Markt von 24 Millionen wohlhabenden und gebildeten Einwohnern. Es gibt sehr bewusste Verbraucher, die über qualifizierte Informationen zu Produkten, Dienstleistungen und Konzepten verfügen...

 

Jean Samper

 

P.S: Die Skandinavier verfügen über hochleistungsfähige Logistiksysteme wie H&M, Ikea etc…Man sollte systematisch die Vorteile des Vertriebs vom zentralen Warenlager mit dem direkten Vertrieb aus dem Produktionsland vergleichen.

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