Franchise-Guide

Warum sollten Sie Franchisenehmer werden?

Welche Nachteile hat das Franchising für Franchise-Nehmer?


Der Franchise-Nehmer wird ebenfalls mit Problemen konfrontiert, die auf Eigenheiten des Franchising zurückgehen. Von besonderer Bedeutung sind:

  1. Anforderungen im Franchising
    Von einem Franchise-Nehmer werden regelmäßig soziale Fähigkeiten erwartet, wie sie ihm in diesem Ausmaß zuvor nur selten abverlangt wurden. Er soll sich nicht nur zu einem gewieften und zielstrebigen Unternehmer entwickeln, sondern mit hohem Einfühlungsvermögen seine Mitarbeiter motivieren, mit der Systemzentrale offen und konstruktiv kommunizieren sowie sich in ein Team mehr oder weniger konkurrierender Partner integrieren. In der Praxis erweisen sich diese gegenläufigen Forderungen bisweilen als Quadratur des Kreises und sorgen für Frustration und Irritationen.

  2. Bewertungen im Franchising
    Die richtige Bewertung der Leistungen eines Franchise-Gebers ist überaus schwierig. So mangelt es vielfach an Transparenz aufgrund von Geheimhaltungsbedürfnissen. Nur selten lassen sich Angebote wirklich vergleichen.  Entsprechend schwierig ist es für den künftigen Franchise-Nehmer, die Angemessenheit der geforderten Gegenleistungen zu beurteilen. Dies gilt umso mehr als sich nicht mit Sicherheit voraussagen lässt, in welcher Weise der Franchise-Geber seine Verpflichtungen erfüllen wird. Bei seinen Erkundigungen ist der künftige Franchise-Nehmer auf Aussagen Dritter angewiesen, die sich auf Vergangenheitsdaten beziehen. Unter allen Umständen sollte man sich vor einer Entscheidung für ein bestimmtes System mit mehreren Franchise-Nehmern des betreffenden Systems in Verbindung setzen und deren Erfahrung abfragen.

  3. Bindungen im Franchising
    Nach Abschluss des Franchise-Vertrages sieht sich der Franchise-Nehmer einer Vielzahl von Verpflichtungen gegenüber. Insbesondere muss er das Weisungs- und Kontrollrecht des Franchise-Gebers akzeptieren, das der Umsetzung des Franchise-Konzeptes dient. Gleichzeitig ist er gezwungen, seiner eigenen Kreativität Zügel anzulegen, um nicht die Grenzen des Franchise-Konzeptes zu sprengen.

  4. Abhängigkeit im Franchising
    Obgleich der Franchise-Nehmer als selbstständiger Unternehmer angesehen  wird, ist er in hohem Maße von der Geschäftspolitik und den Entscheidungen des Franchise-Gebers abhängig. Nicht immer entsprechen die Leistungen des Franchise-Gebers den in sie gesetzten Erwartungen, was den Geschäftserfolg erheblich beeinträchtigen kann. Auch muss der Franchise-Nehmer unter Umständen mit seinem eigenen Geschäft für Fehler einstehen, die der Franchise-Geber und / oder andere Franchise-Nehmer zu verantworten haben. Als Schicksalsgemeinschaft haben die Partner die Folgen etwaiger Imageverluste ihres Systems zu tragen.

  5. Beschränkungen im Franchising
    Nach Beendigung der Franchise-Vereinbarung kann der Franchise-Nehmer in der Regel nicht frei über seinen Betrieb verfügen. So wird sich der Franchise-Geber aus nachvollziehbaren Schutzbedürfnissen heraus die Möglichkeit vorbehalten, den Käufer oder Erben des Betriebes als Nachfolger abzulehnen bzw. ein eigenes Vorkaufsrecht wahrzunehmen.

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